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Ostfrieslandwanderweg führt Ossiolooper nach Plaggenburg

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Ossiloop 2. Etappe:

Immega läßt Dietrich ziehen

OSSILOOP 2010 Oldenburger gewinnt die zweite Etappe und geht diese Woche nicht mehr an den Start. Der Ossiloopsieger des vergangenen Jahres kann aus beruflichen Gründen nicht weiterlaufen. Martin Buss wird Gesamtdritter. Inga Jürrens ist bei den Frauen nicht zu stoppen.

DUNUM/PLAGGENBURG – Vorjahressieger Georg Diettrich hat auf der zweiten Etappe des Ossiloops von Dunum nach Plaggenburg erneut unter Beweis gestellt, dass in puncto Gesamtwertung wohl auch in diesem Jahr kein Weg an ihm vorbei geführt hätte. Mit 46 Sekunden Vorsprung lief der Oldenburger nach den 11.9 Kilometern in 35:24 Minuten vor Stephan Immega von der LG Harlingerland (35:30) als Erster über die Ziellinie. Allerdings war dies die vorerst letzte Etappe für den Starter der LG Braunschweig. Morgen wird Dietrich aus beruflichen Gründen nicht mehr an den Start gehen können. „Ich bin sehr traurig, dass ch nicht mehr dabei sein kann, vor allem, weil jetzt ja auch die Königsetappe ansteht“, sagte Diettrich nach dem Rennen, dass er einmal mehr dominiert hatte. „Es war ein toller Lauf. Auch der Gegenwind auf der zweiten Hälfte der Strecke hat mich nicht gestört. Ich war gut drauf“, freute sich der Sieger trotzdem über seinen ersten Platz. Somit dürfte nun wieder der Weg frei sein für Stephan Immega, den Gesamtsieg beim Ossiloop zu holen. „Es sieht so aus, als wenn ich jetzt der Favorit bin“, sagte Immega selbstbewusst. Trotzdem er an Diettrich erneut nicht vorbei kam, war der Ossiloopgewinner von 2005 bis 2008 zufrieden mit seinem Rennen. „Es lief gut für mich. Das Tempo war nicht zu hoch“, so Immega. Diettrich habe er bewusst ziehen lassen, wohlwissend, dass er selber noch vier Etappen vor sich hat, während Dietrich alle Kraft in seinen vorerst letzten Lauf beim Ossiloop stecken konnte. Dritter der männlichen Hauptklassewurde abermals Gerd Wolzen (VfL Germania Leer) in 40:28 Minuten. Mit einem Jubelschrei schoss Martin Buss über die Ziellinie. Der Wittmunder lieferte sich mit Wolzen ein packendes Duell, das Buss für sich entschied. Hinter Stephan Immega überquerte er als Dritter in 40:28 Minuten die Ziellinie und stellte somit die Konkurrenz in der Jungenklasse einmal mehr in den Schatten. „Es war ein gutes, taktisches Rennen. Ich habe mich lange an Gerd Wolzen gehalten und am Ende meine Chance genutzt, vorbeizuziehen“, sagte Martin Buss. In der Frauenklasse hatte Inga ürrens von der Emder LG erneut die Nase vorn. In 44:01 Minuten siegte sie vor Eva Brinkmann (VfL Germania Leer, 44:28) und Sonja Hogestraat (LG Harlingerland, 45:09). Auch Dorothea Held  vom Niedersächsischen Internatsgymnasium in Esens hatte einmal mehr allen Grund zur Freude. Wie schon vergangene Woche lief sie als Zweitbeste der weiblichen Jugend durch das Ziel. Eine Stunde und 47 Sekunden brauchte sie für die Strecke. Schneller war nur Mareike Bruhnken (MTV Jever). Sie gewann die zweite Etappe in 57:25 Minuten. Bereits morgen steht die dritte Etappe des Osiloops auf dem Tourplan. Von Plaggenburg nach Holtrop müssen die über 2200 Ossilopers dann auf der längsten Etappe, der Königsetappe, 13,5 Kilometer bewältigen.


Glücklich über die Ziellinie wie jeder andere auch

OSSILOOP 2010 Team der Burhafer Werstätten für behinderte Menschen ist beim Volkslauf durch Ostfriesland dabei

DUNUM/PLAGGENBURG/RON –Einer fehlt noch, dann haben sich alle wieder. Geschafft, freudestrahlend und mit stolz geschwellter Brust kommt Eduard durch das Ziel gehuscht. Man sieht ihm die Anstrengung der zuvor gelaufenen 11,9 Kilometer der zweiten Ossiloop-Etappe kaum an. „Super war’s“, sagt der „Bubi Superläufer“, wie auf einem Schild auf seinem Rücken steht, knapp. Die anderen der Laufgruppe der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) aus Burhafe begrüßen Eduard herzlich, klatschen ab, freuen sich gemeinsam, dass zum zweiten Mal alle gestarteten Teilnehmer der Laufgruppe, Betreuer und zu Betreuende, das Ziel erreicht haben. „Vor der Etappe von Bensersiel nach Dunum hatten wir schon ein wenig Angst, ob auch jeder ankommt“, sagt Hermann Rößing, Leiter der Laufgruppe. Die Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet, jeder hat es geschafft, jeder ist sein Rennen gelaufen. Doch von vorne. „Wo sind deine Laufschuhe?“, fragt Hermann Rößing freundlich ermahnend seinen Schützling Christian Wieland. Gerade sind die Burhafer mit ihren beiden roten Bullis angekommen, gleich geht es zum Warmlaufen. Heute sind es aus familiären Gründen weniger als noch die 14 Teilnehmer der ersten Etappe. Das tut der Stimmung wenig Abbruch. Wie wichtig richtige Laufschuhe sind, dass haben sie gelernt. Seit Herbst vergangenen Jahres bereitete sich die Gruppe der WfbM auf den Höhepunkt der ostfriesischen Laufsaison vor. „Wir haben dreimal pro Woche trainiert. Dazu auch einige Referate veranstaltet“, erklärt Hermann Rößing. Optimal sollten sich die Menschen mit Handicap vorbereiten, wie jeder andere auch. „Wir wollen keinen Extralauf für Menschen mit Handicap“, sagt Betreuerin Wilma Haken- Rößing. Der Integrationsgedanke stehe im Vordergrund. Alles soll „normal“ sein, inklusive Glücksgefühl, aber auch kleinerer Enttäuschungen, wenn die Leistung mal abfällt. Die Nervosität steigt, Aufwärmen steht an, noch wenige Minuten bis zum Startschuss. „Während der Vorbereitung mussten wir nur das Thema Laufen kurz ansprechen, dann waren alle gleich total aufgeregt“, sagt Hermann Rößing. Stephan Immega kommt vorbei. „Hey, wie geht’s euch“, begrüßt der Ossiloop-Seriensieger voller Freude die Gruppe von Rößing. Herzlich wird er von den Burhafern in Empfang genommen. „Viel Glück“, heißt es zum vorläufigen Abschied. Immega leistete seinen Zivildienst in den Werkstätten in Burhafe ab, ist dort nun als Gruppenleiter tätig. Auch er trug mit Tipps und Vorträgen dazu bei, dass jeder der Läufer optimal vorbereitet die Etappen angehen konnte. „Sie sind alle ausgezeichnet dabei. Ich hoffe, dass alle in Leer ankommen“, sagt Immega nach dem Rennen, als er und die Gruppe noch einmal zu einem kurzen Plausch zusammenkommen. „Es macht so einen Spaß, mit der Gruppe hier zu laufen“, schwärmt Rößing, der nicht nur über die Leistung seiner Schützlinge auf der Laufstrecke, sondern auch über die vielen helfenden Hände – ob beim Transport, bei der Getränkeversorgung oder beim Anfeuern – glücklich ist. Es gehöre viel Fingerspitzengefühl und Disziplin dazu, die Gruppe auf eine solche Veranstaltung vorzubereiten. „Es braucht viel Zuspruch, Humor und ab und zu muss man auch mal einen drücken“, sagt Rößing. So wie Christian Wieland. Als er im Ziel ankam gab es erst ein Taschentuch, dann eine Umarmung. „Du kannst stolz auf dich sein“, lobte ihn das Team. Christian hatte sich trotz zwischenzeitlich einsetzendem Nasebluten ins Ziel gekämpft. „Ich bin einfach weitergelaufen“, sagt er kurz.

 

 

Ossiloop 2. Etappe:

Ostfrieslandwanderweg führt Ossilooper nach Plagenburg

2. Etappe startet in Dunum / Feuerwehr sagt:„Wasser marsch“ Eine Wasserstelle sorgt für Abkühlung. Einer der Läufer verpfändete seinen Ehering gegen einen Chip. DUNUM/PLAGGENBURG/KG – Heute Abend machen sich um 19 Uhr über 2000 Läufer in Dunum auf die zweite Etappe des 29. Ossiloops.

Die 11,9 Kilometer lange Strecke verläuft nahezu ausschließlich auf dem Ostfrieslandwanderweg nach Plaggenburg. „Es herrscht eine super Stimmung unter den Läufern“, resümiert Cheforganisator Edzard Wirtjes die erste der insgesamt sechs Etappen von Dienstag. Die Veränderung, in diesem Jahr mal nicht innerhalb von drei Wochen von Leer nach Bensersiel, sondern andersrum von Bensersiel nach Leer zu laufen, stieß auf breite Zustimmung. Die Begeisterung für den Lauf ist so groß, dass einige Läufer sogar zu ungewöhnlichen Mitteln griffen, um noch einen der Zeitnahmechips zu ergattern, die jeder Läufer am Bein tragen muss. „Ein Läufer hatte sein Geld vergessen, das er als Pfand hätte einzahlen müssen. Er hat kurzerhand seinen Ehering bei uns verpfändet, ihn nachher aber auch wieder abgeholt“, berichtet Wirtjes mit einem Schmunzeln auf den Lippen von den Anekdoten rund um den Lauf. An der Spitze wird es bereits heute spannend werden, ob der Vorjahressieger Georg Diettrich (LG Braunschweig), der die erste Etappe in 35:24 Minuten gewann, den sechssekündigen Vorsprung auf den vierfachen Ossiloopsieger Stephan Immega (LG Harlingerland) ausbauen wird, oder ob Immega sich heute das Gelbe Trikot des Führungsläufers holt. Bei den Frauen führt derzeit Inga Jürrens (Emder LG) mit 27 Sekunden Vorsprung vor Vorjahressiegerin Eva Brinkmann (Germania Leer). Jürrens gewann den Ossiloop bereits in den Jahren 2002, 2003 und 2005.Bei den Jungen ist Martin Buss (LG Harlingerland) auf dem besten Weg zum Sieg. Bei den Mädchen beträgt der Vorsprung von Mareike Bruhnken (MTV Jever) auf Dorothea Heldt (NIGE Esens) bereits fast zwei Minuten. Wirtjes Wunsch für die zweite Etappe: „Die Läufer sollen sich entsprechend ihren Plätzen richtig in die Startgruppen einreihen.“ Bei der ersten Etappe gab es laut Wirtjes kleine Engstellen beim Lauf, weil langsamere Läufer zu weit vorne gestartet waren. Zwischen Kilometer sechs und sieben sagt die Feuerwehr Middels „Wasser marsch“. Die Blauröcke haben dort eine Wasserstelle für die Aktiven eingerichtet. Sollte es heute Abend noch sehr warm sein, werden noch zusätzliche Wasserstellen eingerichtet.

 

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